DER KLANG DES PAPIERS – BLOG

DEFINITIONEN

Posted in Recherche by luziferin on 22. März 2009

Synästhesie [griechisch] die, Psychologie: die (Mit-)Erregung eines Sinnesorgans durch einen nicht spezifi schen Reiz, die zu gleichzeitigem Erleben verschiedener Sinneseindrücke bei Reizung von nur einem Sinnesorgan führt; häufi gste Erscheinung ist die optische Synästhesie (Synopsie, Photismus), bei der v.a. durch akustische Eindrücke (Töne, Wörter) optische Erscheinungen (auch farbig: Farbenhören) mit erregt werden; umgekehrt können auch optische Wahrnehmungen sekundäre Hörerlebnisse (Phonismen), akustische Eindrücke Gefühlserlebnisse u.a. hervorrufen.

Optophonetik [griechisch], von R. Hausmann verwendete Bezeichnung für seine dadaistische Lautdichtung, visuelle Textbilder, die der konkreten Dichtung zuzuordnen sind.

Videokunst, Fixierung künstlerischer Anordnungen und Äußerungen oder zeitlicher Abläufe mittels elektronisch-optischer Medien (Videoaufzeichnungen beziehungsweise Direktübertragung). Eingesetzt wird die Videokunst zur Dokumentation vergänglicher Kunstformen (Aktionskunst, Performance, Land-Art, Body-Art) sowie als eigenständige bildliche Ausdrucksform (Gattung der Medienkunst). Die Möglichkeit, durch die direkte Kombination von Kamera und Abbildungsmedium (Bildschirm oder Projektionsfl äche) das Video fast gleichzeitig mit seiner Aufzeichnung wiederzugeben, wird in der Closed-Circuit-Installation genutzt, in welcher der Betrachter häufi g selbst in die künstlerische Situationsanordnung einbezogen wird. In Videoskulpturen oder -objekten sind die Monitoren künstlerisch in ein mehrteiliges Gesamtwerk integriert. Videokunst steht im gestalterischen Anspruch dem kommerziellen Fernsehen kritisch gegenüber. Als Videokünstler arbeiten u. a. Paik Nam June, Marina Abramovic, V. Acconci, E.-L. Ahtila, M. Barney, D. Graham, Rebecca Horn, B. Nauman, Friederike Pezold, F. Plessi, Ulrike Rosenbach, Pipilotti Rist und B. Viola.

Paik Nam June, koreanischer Medienkünstler, * Seoul 20. 7. 1932, † Miami (Florida) 29. 1. 2006; studierte u. a. in Tokio, München und Freiburg im Breisgau; 1958-63 Mitarbeit in K. Stockhausens Studio für elektronische Musik beim WDR in Köln; war 1979-96 Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf. Mitbegründer der Fluxusbewegung (Fluxus). Paik Nam June setzte sich künstlerisch mit verschiedenen Medien auseinander und nutzte 1965 erstmals das Videoformat, das er seitdem u. a. für großformatige Installationen und skulpturale Videoobjekte verwendete.
http://lexikon.meyers.de

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